Kaminbausätze Spartherm SIM – Eine erste Bilanz

Kaminbausatz Spartherm SIM Arte U-50h-4sZwei Jahre nach Einführung der Kaminbausätze "Spartherm Installation Modules" SIM ist es an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.

Spartherm betrat damals einen Markt, den bis dahin Brunner und Camina weitgehend unter sich aufgeteilt hatten. Die Systemkamine BSK sowie die S-Speicherkamine verkauften sich prächtig und vorwiegend über die einschlägigen Internetshops direkt an Endkunden, die sich den Traum vom eigenen Kamin in Eigenleistung erfüllen möchten. Insofern musste man bei Spartherm zwar in die gleiche Kerbe schlagen aber dennoch dem Kunden einige Unterscheidungsmerkmale zu den bekannten Größen anbieten.

So wählte man beispielsweise eine etwas andere Optik der Sichtbetonteile. Während die Oberflächen bei Brunner und Camina eher matt und dafür farblich leicht "marmoriert" gehalten sind, fertigte man bei Spartherm weitgehend ohne Farbschattierungen und mit einer glatteren, beinahe schon glänzend wirkenden Oberfläche. Um dennoch die natürliche Optik des Sichtbetons zu bewahren, tragen die Verkleidungsteile der SIM-Modelle kleine Lufteinschlüsse, die während des Gussverfahrens entstehen. Letztlich bleibt es eine Frage des persönlichen Geschmacks, welcher Oberfläche man hier den Vorzug geben möchte,

Weitaus deutlicher unterscheiden sich die SIM-Bausätze technisch. Während Brunner und Camina mit Sockelelementen aus Beton arbeiten, stellt man die SIM-Anlagen auf Stahlkonstruktionen. Diese bilden einerseits den tragenden Sockel der Anlage und sorgen gleichzeitig für den Einlass der Konvektionsluft. Eine optisch sehr ansprechende Variante im Vergleich zur herkömmlichen Schattenfuge der Betonsockel-Konstruktionen. Der Fertigungsaufwand dürfte hier für Spartherm jedoch deutlich höher ausfallen. Damit erklärt sich auch, warum sich die Spartherm SIM preislich teilweise auf einem leicht höheren Niveau bewegen als vergleichbare Anlagen von Brunner oder Camina.

Im Bereich der Deckplatte geht Spartherm ebenfalls einen eigenen Weg und rüstet alle SIM mit einer schwarzen Stahl-Deckplatte aus, bei der sich die Konvektionsöffnungen nach Wunsch verstellen lassen. Damit ist es möglich, zwischen schneller und intensiver Wärmeabgabe mittels Konvektion oder einer eher sanften und dafür länger anhaltenden Strahlungswärme zu wählen.

In der Praxis weitaus wichtiger ist jedoch ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Sämtliche SIM von Spartherm lassen sich in der Bauhöhe bzw. bei der Anordnung der Sichtscheibe variieren. Die Anzahl der "Module" unterhalb und oberhalb der Sichtscheibe ist wählbar. So bedeutet beispielsweise die Bezeichnung SIM 1/3, dass sich unterhalb der Scheibe ein Modul und darüber drei Module befinden, während es bei einem SIM 2/2 jeweils zwei Module unterhalb und oberhalb der Sichtscheibe verbaut sind. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Varianten mit höher angesetzten Sichtscheiben, denen man bei Brunner und Camina kaum etwas entgegenzusetzen hat.

Im Gegenzug fällt auf, dass Spartherm auf Feuertische aus Naturstein ebenso verzichtet wie auf eine Tunnelvariante. Gerade letzteres bleibt unverständlich. Schließlich hätte man mit dem Varia AS-FD doch eine Brennzelle, die sich vorzüglich als kompakte Tunnelvariante eignen würde. Die Nachfrage wäre in jedem Fall gegeben, wie uns Steffen Hopp, Geschäftsführer der Geräte-Börse bestätigt. Zitat: "Was im Lieferprogramm der SIM wirklich fehlt, ist eine kleine Tunnel-Lösung mit Sichtscheiben im Querformat. Das betrifft jedoch auch Brunner und Camina. Der Brunner BSK 06 verkauft sich blendend, ist jedoch für viele moderne Häuser zu groß ausgelegt. Die Modelle Brunner BSK 04 und BSK 08 sind zwar als Tunnel zu haben, entsprechen jedoch hinsichtlich Scheibenformat nicht mehr ganz dem Zeitgeist. Gleiches gilt für den neuen Camina S7. Hier müsste dringend eine passende Lösung her. Also kompakte Bauweise, geringe Tiefe und überschaubare Heizleistung."

Und wie sieht es mit dem Kundenfeedback aus? Hier kann man Spartherm durchaus ein Lob aussprechen. Die gesamte Konstruktion der SIM wirkt auf Anhieb durchdacht und überzeugt mit sehr unkomplizierter Montage. Selbst Hobby-Heimwerker schaffen den Aufbau einer SIM meist innerhalb eines Tages. Etwas aufwendiger wird es lediglich bei den Modellen mit 3-seitiger Verglasung. Sofern man diese nach der Montage noch verputzen möchte, ist ein zusätzliches Tragrahmensystem erforderlich, um das Absenken der oberen Moduele und damit spätere Putzrisse zu vermeiden. Doch damit befinden sich die SIM in bester Gesellschaft mit den 3-seitigen Camina-Anlagen, bei denen ein Tragrahmensystem seit jeher obligatorisch verbaut werden muss. Auch das ist eine lösbare Aufgabe für Heimwerker.

Die Bilanz für die Installation-Modules kann damit rund zwei Jahre nach deren Einführung durchaus positiv ausfallen. Dazu nochmals Steffen Hopp: "Spartherm hat mit den SIM sicher nicht das Rad neu erfunden und die Verkaufszahlen sind nicht unbedingt so überwältigend, dass sich Brunner um den Absatz der BSK oder Camina um den Verkauf der Speicherkamine ernsthafte Sorgen machen müssten. Dass man aber auf Anhieb eine sehr durchdachte Konstruktion ohne ernsthafte Schwächen abgeliefert hat, verdient großen Respekt. Die SIM-Anlagen werden ihren Weg machen, da bin ich ziemlich sicher."

Für die Kunden kann ein weiterer, namhafter Hersteller bei den Systemkaminen und Kaminbausätzen jedenfalls nur vorteilhaft sein. Qualität und Auswahl überzeugen schon jetzt und die Preise werden sich damit weiterhin auf erfreulich günstigem Niveau halten, insbesondere im Vergleich zum handwerklichen Kaminbau.

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